Zero Waste Ramadan Einkauf

Salam und Helloouu meine Lieben

Noch etwas mehr als zwei Wochen bis wir den Ramadan erreichen.

Auf meinen Social Media Plattformen habe ich bereits angekündigt, dass sich meine Ramadan Vorbereitungen rund um das Thema Zero Waste drehen.

Deshalb möchte ich heute gerne auf einen wichtigen Aspekt der Vorbereitungen für den Ramadan eingehen.

Dem Einkauf.

Viele Supermärkte nutzen diese Zeit und locken ihre Kundschaft mit ganz besonderen Angeboten.

Natürlich freuen wir uns, wenn wir Lebensmittel, die wir sowieso gerne kaufen, günstiger bekommen. Aber wenn wir ehrlich sind, solche Niedrigstpreise führen dazu, dass wir viel mehr kaufen als wir eigentlich benötigen. Das hat zur Folge, dass wir den Wert der Lebensmittel aus den Augen verlieren und ganz viel verschwendet wird.

Leider hört das Dilemma hier nicht auf. Oftmals sind die Lebensmittel in unnötigem Plastik verpackt. Manchmal sogar doppelt und dreifach.

Ist Dir mal aufgefallen wie unglaublich viel Müll wir uns mit ins Haus schleppen, wenn wir einkaufen gehen?
Fast alles wird in Plastik verpackt.Selbst Bananen.
Verpacktes Brot, verpackter Käse, verpacktes Gemüse sowie Reis und Nudeln.
Ist der ganze Müll erst bei uns angekommen, werden wir ihn nicht so schnell los.
Was ich damit meine ist, dass er nicht verschwindet, wenn wir ihn in den großen Container im Hinterhaus werfen.
Und auch wenn die Müllabfuhr ihn abholt, der Müll existiert noch. Auch wenn wir ihn nicht mehr sehen.

Eine große Anzahl des Verpackungsmülls landet leider viel zu oft in unseren Meeren und verschmutzt damit die Ozeane und Strände. Stell Dir vor ich möchte meine Familie und meine Freunde zum gemeinsamen Fastenbrechen einladen und gehe dafür einkaufen. Ich kaufe meine Zutaten verpackt ein, gehe nach Hause und beginne mit dem Kochen. Verpackungsmaterialien werfe ich in die Tonne. Am Abend kommen meine Gäste, wir haben eine schöne Zeit und gehen am Abend noch gemeinsam in die Moschee.

Keiner von uns denkt an den Müll in meiner Tonne, der sich sehr zeitnah auf die Reise in unsere Ozeane begeben und dort den Meeresbewohnern zur Todesfalle sein wird.

Der Gedanke, dass ich den ganzen Tag gefastet und die ganze Nacht im Gottesdienst verbracht habe während zeitgleich mein Müll dafür sorgte, dass ein Lebewesen qualvoll starb, gefällt mir absolut nicht. Und ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass Gott zufrieden damit wäre. Vor allem bei den Alternativen, die es gibt.

Warst Du schon mal unverpackt einkaufen?

Pack Dir Deine Beutel, Gemüsenetze, Gläser, Dosen und suche Dir einen Laden in Deiner Nähe, der Lebensmittel unverpackt verkauft.

Von Reis, Nudeln, Müsli bis hin zu diversen Ölen, Trockenfrüchten, Süßigkeiten sowie Pflegeprodukten und Putzmittel, gibt es wirklich alles was wir brauchen. Komplett ohne Verpackungen. Fülle Dir Öl, Reis und Nudeln in Deine Behälter. Solltest Du diese noch nicht besitzen, kannst Du im Laden welche kaufen und immer wieder verwenden.

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Für mehr Zero Waste Wissen kann man das Internet nutzen oder tolle Bücher kaufen, die uns Tipps und Tricks verraten wie eine solche Umstellung stressfrei funktioniert. Denn obwohl ein Zero Waste Einkauf etwas mehr Vorbereitungen benötigt, kann ein Trip in den Unverpackt Laden mit sehr viel mehr Spaß und Entspannung verbunden sein als der Einkauf im überfüllten Supermarkt, wo ich aus einem riesengroßen Sortiment das bessere Angebot raussuchen und dann lange an der Kasse anstehen muss während genervte Menschen mir deren Einkaufswagen über die Füße fahren oder mir so nah kommen, dass ich am liebsten die Flucht ergreifen würde.

Ramadan ist der Monat, der uns lehren möchte wie es ist bescheiden zu leben. Ich brauche keine 27 Sorten von in Plastik verpackten Nudeln, um glücklich zu sein. Und mein Kind muss sich nicht quälen, wenn er vor der übergroßen Auswahl an Süßigkeiten steht und sich einfach nicht entscheiden kann, welches er wählen soll.

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Ein übersichtliches Angebot aus unverpackten Snacks, die das Kind sich selbst in seine Dose füllt und dann zur Kasse zum Abwiegen trägt, macht alle Beteiligten glücklicher. Auch unseren Planeten, der gerade ziemlich stark am Brennen ist.

Der Prophet Muhammad  hat sich selbst sehr bescheiden ernährt und stets darauf geachtet nichts zu verschwenden. Viele prophetische Überlieferungen deuten darauf hin, dass der Umweltschutz unsere Verantwortung ist.

Ramadan nutzen viele Menschen als die Zeit in der sie alte Gewohnheiten ablegen und sich neue aneignen. Wieso nicht auch neue Rituale in Bezug auf unseren Einkauf?

Ich hoffe dieser Post konnte Dich inspirieren und Dir den Zero Waste Einkauf schmackhaft machen.

Ich wünsche Dir sonnige Feiertage und liebe Grüße,

deine Nesrin.

1 Kommentar

  1. Salam Nesrin! Danke für diesen Eintrag. Ich hatte nicht daran gedacht, an Ramadan auf meinen Plastikverbrauch zu achten, was aber super sinnvoll und passend ist! Wie du gesagt hast, eignet er sich ja auch für Veränderungen, die man sich vorgenommen hat. Inshallah wird dieser Ramadan „anders“ als die anderen.
    Außerdem finde ich den Aspekt spannend, dass der Prophet sich auch bescheiden ernährte!

    Liken

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